German English
Haben Sie nicht das Buch gefunden, welches Sie gesucht haben?
Minerva Service
Anzeige

Praxisdienst - Ihr Medizinprodukte-Shop

Minerva Infos
Our Team is specialized in postgraduate Hands-on-Human-Cadaver-Courses:
 human-cadaver-courses.com


« zurück zur Übersicht

minerva covers
Joachim Graf Finck von Finckenstein:

Gestrafft und Abgesaugt
 
Preis:   14,95 Euro

Auflage: 1. Auflage
Verlag: Minerva KG
Erscheinungsdatum: 2010
Seiten: 136 S.

ISBN-10: 3-937948-20-1   
ISBN-13: 978-3-937948-20-1

» In den Warenkorb
Minerva-Angebote zu diesem Titel:
Sie sparen 1,49 €
Preis: 13,46 € » In den Warenkorb
Best-Nr.: 129989  (sofort lieferbar)
Mängelexemplar mit Gebrauchsspuren
Preis: 14,95 € » In den Warenkorb
Best-Nr.: 37322  (sofort lieferbar)
Es hat noch kein Buch gegeben, das aus der...
Weitere Fachbücher aus dem Fachgebiet:

Weitere Titelinformationen:
Inhaltsverzeichnis [.pdf - ca. 458 kb],
Inhaltsverzeichnis [.pdf - ca. 458 kb]







Beschreibung
Es hat noch kein Buch gegeben, das aus der psychologischen Perspektive des plastischen Chirurgen berichtet, das den Missverständnissen, die unserem Fachgebiet anhaften, auf die Spur zu kommen versucht, unabhängig von der Thematik des zu behandelnden Körperteils. Dazu werden Anekdoten aus der Praxis bemüht, die abgewandelt erzählt werden, damit sich niemand wieder erkannt fühlt. Es sind Beobachtungen, die zum Schmunzeln und Nachdenken verleiten sollen, Erlebnisse der Freude und der Frustration, wobei das eigene Verhalten, die eigene Wahrnehmung und die eigene Stimmung genauso mit einbezogen werden wie die Sicht der Patienten. All denjenigen soll ein Einblick in unsere Arbeitswelt gegeben werden, die sich für die plastisch-ästhetische Chirurgie interessieren oder sich mit ihr wie auch immer beschäftigen (mögen). Angesprochen sind Kollegen, an unserem Fach Interessierte, zukünftige Patienten sowie solche, die unsere Welt schon einmal erlebt haben.

Auf den nächsten Seiten wird aus der Sicht desjenigen berichtet werden, der täglich mit der Materie befasst ist. Und seien Sie nicht allzu enttäuscht, wenn dabei aufgespritzte Lippen, Botox®-Partys oder maskenhaft gestraffte Gesichtszüge nicht den Stellenwert einnehmen werden, den Sie vielleicht erwarten.
Inhalt
So erinnere ich mich auch an eine Visite aus den Tagen meiner Ausbildung. Unser damaliger Chef war eine Koryphäe auf dem Gebiet der Brustchirurgie. Entsprechend war die Auslese der operativen Eingriffe: in gut 80% der Fälle wurden Brüste verkleinert, vergrößert, angeglichen oder nach Amputation wiederhergestellt. Insofern war auch seine Perspektive allmorgendlich auf die Bereiche des Dekolletees fokussiert, das, sofern er es nicht selbst tat, von einem der Assistenten zur Begutachtung des operativen Ergebnisses dann möglichst zügig frei gemacht wurde. Der Standardspruch
„schönes Ergebnis, völlig symmetrisch“ wurde regelmäßig geäußert, da er knapp und prägnant die Antwort auf die Frage der Patientin vorwegnahm.

Hin und wieder verirrte sich auch eine Patientin mit schiefer Nase in unsere Abteilung. Einmal operiert, saß dann eine solche Patientin am nächsten Morgen im Bett wie ein Häufchen Unglück. Den äußeren Rahmen des auffallenden, zentral sitzenden Nasengipses bildeten blau geschwollene Gesichtsareale, die nur noch eine grobe anatomische Zuordnung zuließen. Die zu einem Schlitz verkümmerten Augen waren genauso blutig unterlaufen wie nach einer schlimmen Schlägerei. Ein näselndes „Guten Morgen“ quälte sich aus den übrig gebliebenen phonetischen Möglichkeiten. Der Professor, an diesem Morgen besonders in Eile, fokussierte wie üblich das Dekolletee. Er stürmte auf die Patientin, riss reflexartig das Nachthemd auf, da es kein anderer tat, um die Oberweite zu begutachten. Bis auf ein näselndes „Hoppla, Herr Professor“ ließ ihn die Patientin erschrocken und wehrlos gewähren. Der fehlende Verband und wundenfreie prächtige Brüste offenbarten, dass dieser Organbereich unbehandelt war. „Völlig symmetrisch...“ bringt er gerade noch heraus, dreht sich zu uns um und fragt: „Wird die heute operiert?“
Erst der diskrete Zeigefingerhinweis eines Assistenten auf seine eigene Nase veranlasste den Professor, das Nachthemd wieder zu schließen und seine Blickrichtung auf den eigentlichen Tatort, das Gesicht zu richten. Gequält lächelte er sie an, tippte auf den Gips, worunter die völlig verquollene Nase vermutet wurde und sagte: „Schönes Ergebnis...“

Autoreninfo
1954 in Bonn geboren und in Paris aufgewachsen, hat Dr. med. Joachim Graf Finck von Finckenstein schon früh festgestellt, dass seine Liebe der Medizin gehört.
Seine Entscheidung war auch durch die chirurgische Tätigkeit seines Onkels Graf von Lehndorff beeinflusst worden, der seine Erlebnisse als Arzt im zweiten Weltkrieg im „Ostpreußischen Tagebuch“ niedergeschrieben hat.
In seiner medizinischen Ausbildung zum Facharzt für Chirurgie in München hat er den Schwerpunkt auf den Bereich der plastisch-rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie gelegt. Bei seinen vielen Auslandsaufenthalten in den Beneluxländern, den USA und seinem Wahlheimatland Frankreich hat er seine umfangreichen Kenntnisse auf diesem Gebiet ständig erweitert.
Seit 1992 ist er Facharzt für Plastische Chirurgie und hat sich 1993 in Starnberg niedergelassen, wo er eine Belegabteilung für plastische Chirurgie im Kreiskrankenhaus Starnberg unterhält. Seit 2007 ist Dr. von Finckenstein außerdem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, kurz DGÄPC genannt.
Sein großes Engagement und seine Liebe zum Beruf haben ihn dazu veranlasst, dieses Buch zu schreiben. Mit ironisch-humorvollen Worten beschreibt er den Alltag eines ästhetisch-plastischen Chirurgen, ohne dabei den ernsten Hintergrund des Berufs aus den Augen zu verlieren.
Dr. von Finckenstein ist verheiratet, hat 6 Kinder und lebt in Starnberg bei München. In seiner Freizeit fährt er Oldtimerrennen, am liebsten verbunden mit einer Reise in fremde Länder oder in die Heimat seiner Kindheit, nach Frankreich.